Telefonzentrale Medikon: 0 91 91 - 34 14 70
Wie bei jedem Gelenk kann es auch am Schultergelenk zu einer zunehmenden Schädigung des Gelenkknorpels, einer sogenannten Arthrose kommen. Neben genetischen Faktoren spielt hierbei die Belastung des Gelenkes eine Rolle, auch können Unfälle zu einer entsprechenden Schädigung beitragen. Primär stehen hier viele Möglichkeiten der konservativen Therapie zur Verfügung.
Wird aber die normale Benutzung des Armes bereits im Alltag eingeschränkt oder treten sogar in Ruhe schon Schmerzen auf, hilft oft nur noch der Gelenkersatz.
Anatomische Schulterprothese
Sind die Sehnenstrukturen, die das Schultergelenk stabilisieren und führen, noch intakt kann eine sogenannte anatomische Prothese zum Einsatz kommen. Diese entsprechen in ihrer Form dem natürlichen Gelenk, der Oberarmkopf wird durch eine Prothese mit Kugelform und die Gelenkpfanne durch einen entsprechenden konkaven Gelenkpartner künstlich ersetzt. Es gibt Modelle, bei denen nur der Oberarmkopf teilweise ersetzt wird, sog. schaftfreie Prothesen.
Muss der gesamte Oberarmkopf ersetzt werden kommen sogenannte Schaftprothesen zum Einsatz die stabil und meistens ohne zusätzlichen Knochenzement im Oberarmknochen verankert werden können.
Inverse Schulterprothese
Häufig ist im Rahmen des Gelenkverschleißes allerdings nicht nur der Knorpel zerstört, es besteht in vielen Fällen auch eine Schädigung der sogenannten Rotatorenmanschette, die normalerweise für die aktive Bewegung im Schultergelenk, auch bei Vorhandensein eines künstlichen Gelenkes, notwendig ist.
Lassen sich die Sehnen nicht mehr rekonstruieren, kommen spezielle Prothesenmodelle zum Einsatz, bei denen durch das Prothesendesign mit umgekehrter ("inverser") Kopf- und Pfannenform dann die aktive Bewegung im Schultergelenk durch den Schulterkappenmuskel (Musculus deltoideus, daher auch oft als Delta-Prothesen bezeichnet) erfolgt.
Ob eine Schulterprothese notwendig und sinnvoll ist und welches Prothesenmodelle für den jeweiligen Patienten geeignet ist, wird vor einem Eingriff ausführlich zwischen Arzt und Patient besprochen. Entschließt sich der Patient dann zur Operation, wird diese stationär durch uns am Klinikum Forchheim durchgeführt. Der stationäre Aufenthalt beträgt durchschnittlich 5-7 Tage.